Korrektur des Wohnungsmarktes: 24 Städte erlebten im Jahr 2025 Rückgänge, eine Erholung wird im Jahr 2026 erwartet

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Der US-Immobilienmarkt erlebte im Jahr 2025 eine Korrektur, wobei die Immobilienwerte in zwei Dutzend großen Ballungsräumen sanken. Prognosen deuten jedoch auf einen stabilisierenden Trend für 2026 hin, da sich die Erschwinglichkeit verbessert und die Käuferaktivität zunimmt. Diese Verschiebung markiert einen Wendepunkt nach einer Phase schnellen Wachstums, gefolgt von unvermeidlichen Preisanpassungen.

Regionale Trends: Rückgang im Süden, Gewinn im Mittleren Westen

Im Oktober 2025 verzeichneten 24 der 50 größten US-Städte einen Rückgang der Immobilienwerte im Jahresvergleich. Austin, Texas und Tampa, Florida verzeichneten mit jeweils 6,1 % den stärksten Rückgang, gefolgt von Miami (4,8 %), Orlando (4,6 %) und Dallas (4 %). Diese Märkte, die während der Pandemie aufgrund der Migration von Fernarbeit ein explosionsartiges Wachstum erlebten, erleben nun eine Korrektur.

Im Gegensatz dazu verzeichneten 26 große Metropolen Preiserhöhungen, wobei Cleveland, Ohio, mit 4,5 % an der Spitze lag. Weitere Gewinner waren Hartford, Connecticut (4,4 %), Milwaukee (4 %) und Chicago (3,7 %). Der Mittlere Westen und der Nordosten profitierten von der gestiegenen Erschwinglichkeit und zogen Käufer an, die preislich nicht auf teureren Küstenmärkten zu finden waren.

Diese geografische Kluft verdeutlicht einen breiteren Trend: Regionen, die den Boom der Pandemie-Ära verpasst haben, verzeichnen nun Gewinne, während sich überhitzte Märkte abkühlen.

Nationale Stabilität mit lokalen Variationen

Der mittlere US-Hauswert erreichte im Januar 2026 357.275 US-Dollar, was einem geringfügigen Anstieg von 0,1 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Hinter dieser nationalen Zahl verbergen sich erhebliche lokale Unterschiede. Während einige Märkte monatliche Zuwächse verzeichneten, verzeichneten 38 der 50 größten Metropolen im Oktober 2025 Rückgänge, wobei Austin (-1 %), Pittsburgh (-0,9 %) und Dallas (-0,7 %) die Verluste anführten.

Zillow prognostiziert für 2026 einen landesweiten Anstieg der Eigenheimwerte um insgesamt 1,2 %, der auf eine verbesserte Erschwinglichkeit und ein stetiges Käuferinteresse zurückzuführen ist. Dieses bescheidene Wachstum deutet auf eine nachhaltigere Marktentwicklung hin.

Faktoren, die die Erholung vorantreiben

Zur erwarteten Stabilisierung im Jahr 2026 tragen mehrere Schlüsselfaktoren bei:

  • Verbesserte Erschwinglichkeit: Die Hypothekenzinsen sanken im Oktober 2025 auf 6,25 %, den niedrigsten Stand seit über einem Jahr. Dadurch wurden die monatlichen Hypothekenzahlungen im Vergleich zu 2024 um 1,8 % reduziert, wodurch Wohneigentum leichter zugänglich wurde.
  • Erhöhter Bestand: Der gesamte Wohnungsbestand stieg im Vergleich zum Vorjahr um 12,8 % und schloss damit die Lücke zum Niveau vor der Pandemie. Dieses erhöhte Angebot gibt Käufern mehr Optionen und Verhandlungsmacht.
  • Erneute Käuferaktivität: Neue Angebote und ausstehende Verkäufe stiegen im Oktober 2025 im Jahresvergleich um 5 % und trotzten damit typischen saisonalen Abschwächungen.
  • Veränderte Marktbedingungen: Die Zahl der käuferbegünstigten Märkte ist in nur einem Jahr von neun auf 19 gestiegen. Städte wie Cincinnati, Milwaukee und Birmingham bieten Käufern mittlerweile erhebliche Vorteile.

Käufermacht wächst

Der Markt verlagert sich allmählich in Richtung Käufer, insbesondere im Süden. Miami, Indianapolis, Milwaukee, Pittsburgh und New Orleans gehören zu den stärksten Käufermärkten. Unterdessen bleiben Hartford, San Francisco, New York, San Jose und Providence verkäuferfreundlich.

Die Korrektur in überhitzten Märkten und die Erholung in unterbewerteten Regionen signalisieren eine ausgewogenere Immobilienlandschaft für 2026. Eine verbesserte Erschwinglichkeit und erhöhte Lagerbestände werden wahrscheinlich eine weitere Stabilisierung und ein moderates Wachstum unterstützen.