Mehrere Finanzanalysten äußern trotz positiver Schlagzeilen über die Aktienmarktentwicklung Bedenken hinsichtlich der aktuellen Wirtschaftslage. Die Gewinne konzentrieren sich stark auf einige wenige große Technologieunternehmen und verschleiern zugrunde liegende Schwächen, die zu Instabilität führen könnten. Dabei geht es nicht nur darum, dass es einigen Unternehmen gut geht; Der breitere Markt hinkt hinterher, was zu einem gefährlichen Ungleichgewicht führt.
Die Dominanz der „Magnificent Seven“.
Der jüngste Anstieg des Aktienmarktes wird größtenteils von Meta, Alphabet (Google), Amazon, Apple, Microsoft, Nvidia und Tesla angetrieben – zusammen bekannt als die „Magnificent Seven“. Im dritten Quartal 2025 steigerten diese sieben Unternehmen ihre Gewinne um fast 15 %, während die verbleibenden 493 Unternehmen im S&P 500 nur ein Wachstum von 6,7 % erzielten. Die Magnificent Seven repräsentieren mittlerweile rund 33 % des gesamten Wertes des S&P 500, wodurch der Markt übermäßig von ihrer Leistung abhängig ist.
Diese Machtkonzentration schafft systemische Risiken. Sollte einer dieser Giganten scheitern, könnte dies aufgrund seines übergroßen Einflusses einen breiteren Marktabschwung auslösen. J.P. Morgan prognostiziert, dass die Magnificent Seven weiterhin eine Outperformance erzielen werden, mit einem Gewinnwachstum von etwa 20 % im Jahr 2026, verglichen mit 13–15 % beim S&P 500. Das bedeutet aber auch, dass die Konsequenzen schwerwiegend sein werden, wenn diese Erwartungen nicht erfüllt werden.
Das Risiko aufgeblasener Blasen
Die Lockerung der Geldpolitik durch die Federal Reserve verschärft die Situation. Niedrigere Zinssätze machen die Kreditaufnahme günstiger, was die Blasen nicht entleert, sondern eher noch weiter aufbläht. Die Fed hat die quantitative Straffung bereits beendet und ermutigt die Banken, mehr Kredite zu vergeben, und die Anleger, zusätzliche Risiken einzugehen. Laut Mark Zandi, Chefökonom von Moody’s Analytics, sind im Jahr 2026 zwei weitere Zinssenkungen wahrscheinlich.
Investoren zahlen hohe Prämien für diese Unternehmen, da sie ein weiterhin schnelles Wachstum erwarten, insbesondere im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz. Wenn sich das Wachstum verlangsamt oder die Erträge ausbleiben, könnten die Preise einbrechen. Der Markt ist auf Perfektion ausgerichtet und lässt kaum Spielraum für Fehler.
So schützen Sie Ihre Investitionen
Der Finanzinfluencer Jaspreet Singh empfiehlt zwei Strategien, um sich in diesem Umfeld zurechtzufinden:
- Always Be Buying (ABB): Implementieren Sie einen systematischen Investitionsplan, bei dem in regelmäßigen Abständen (wöchentlich, zweiwöchentlich oder monatlich) automatisch Geld von Ihrem Girokonto in passive Fonds überwiesen wird. Dies trägt zur Risikominderung durch langfristige Diversifizierung bei.
- Seien Sie (teilweise) aktiv: Ergänzen Sie passive Investitionen durch selektive Aktienauswahl. Dies erfordert mehr Recherche und Risikotoleranz, kann aber auch höhere Renditen bringen. Beim aktiven Investieren geht es darum, einzelne Unternehmen zu recherchieren, anstatt sich ausschließlich auf Indexfonds zu verlassen.
Diese Vermögenskonzentration auf wenige Unternehmen ist auf lange Sicht nicht nachhaltig. Die Abhängigkeit des Marktes von den „Magnificent Seven“ macht ihn anfällig für Schocks, und die Politik der Federal Reserve schürt das spekulative Verhalten zusätzlich. Anleger sollten vorsichtig vorgehen, ihre Portfolios diversifizieren und sich auf mögliche Volatilität einstellen.
