Das Telefon klingelte. Auto geparkt. An einem Gespräch hängen möglicherweise eine halbe Million Dollar. Am anderen Ende war eine Immobilienmaklerin, die versuchte, den Verkäufer des zukünftigen Hauses ihres Kunden ausfindig zu machen. Sie brauchte Aufklärung. Konkret: Wie hat ein Amateur ein privates Inserat so fehlerfrei abgewickelt?
„Also – sind Sie kein Immobilienmakler?“ sie fragte.
“NEIN.”
„Erstes Haus?“
“Ja.”
„Ich beschäftige mich schon länger als einen Tag damit. Ich ging davon aus, dass Sie ein Profi sind. Die Sprache. Die Organisation. Die E-Mails. Es ist zu sauber.“
Aber ich war es nicht. Oder besser gesagt, nicht das menschliche Ich. Es war K.I.
Ein paar Tage zuvor drängte ich darauf, ein Experiment mit dem größten finanziellen Vermögenswert der Familie durchzuführen. Kein Agent. Kein Händchenhalten. Nur ich und ein paar Chatbots. Könnte es tatsächlich funktionieren?
Als Technikjournalist hatte ich gesehen, wie die Algorithmen die Medizin neu definierten, die Wirtschaft umgestalteten und sogar die Kriegsführung beeinflussten. Überall steht viel auf dem Spiel. Aber ich hatte keine Ahnung, wie sie sich im chaotischen, vielschichtigen Sumpf der Immobilien im Hudson Valley zurechtfinden würden. Sie versuchen, ein undichtes Dach anhand eines großen Sprachmodells zu erklären.
