Die Schifffahrt in der lebenswichtigen Straße von Hormus ist seit Beginn der Feindseligkeiten zwischen den Vereinigten Staaten, Israel und dem Iran erheblich beeinträchtigt, wobei über 1.100 Schiffe GPS-Störungen oder Spoofing-Angriffe erlitten haben. Nach Angaben des maritimen Geheimdienstunternehmens Windward begannen die Störungen nach den ersten amerikanisch-israelischen Angriffen auf iranische Ziele am 28. Februar.
Elektronische Kriegsführung verschärft sich: Die Standorte von Schiffen werden gefälscht und erscheinen landeinwärts auf Karten – auch in der Nähe sensibler Standorte wie Kernkraftwerke. Dies ist nicht nur eine kleine Unannehmlichkeit; Es stellt ein ernstes Sicherheitsrisiko dar. Eine ungenaue Positionierung kann zu Kollisionen, Grundberührungen oder sogar katastrophalen Ölverschmutzungen führen.
Die Störung nimmt hauptsächlich zwei Formen an: Jamming, das Satellitensignale überfordert, und Spoofing, das völlig falsche Signale erzeugt. Während Jamming lediglich die Navigation stört, kann Spoofing Schiffe absichtlich in die Irre führen und so zu erheblichen betrieblichen Gefahren führen. Windward hat in den letzten Tagen 21 neue Cluster von Störaktivitäten in den Gewässern Irans, der Vereinigten Arabischen Emirate, Katars und Omans identifiziert.
Eskalierende regionale Instabilität: Diese Eskalation der elektronischen Kriegsführung geht einher mit einem breiteren Anstieg von GPS-Angriffen im Zusammenhang mit Konflikten in der Ukraine und im Gazastreifen. Die absichtliche Störung von Navigationssystemen kann auch militärische Operationen behindern und Drohnen und Raketen beeinträchtigen, die auf präzise Standortdaten angewiesen sind.
Die Straße von Hormus ist aufgrund geopolitischer Spannungen bereits eine Hochrisikozone, und diese neue Welle von Cyberangriffen fügt eine weitere Gefahrenebene hinzu. Ähnliche GPS-Störungen wurden bei früheren Schusswechseln zwischen Israel und dem Iran im Juni 2025 gemeldet. Die Lage ist instabil und die Sicherheit des Seeverkehrs ist ernsthaft gefährdet.
Der kommerzielle Flugverkehr wurde in der Region weitgehend eingestellt, es gab jedoch auch Berichte über elektronische Störungen, die den Flugverkehr beeinträchtigten. Dies deutet darauf hin, dass die Kampagne der elektronischen Kriegsführung über maritime Ziele hinausgeht und möglicherweise auch die zivile Infrastruktur stört.
Der breitere Kontext ist wichtig: Die Störung der GPS-Signale ist nicht nur ein technischer Fehler; Es ist eine bewusste Taktik, die in der modernen Kriegsführung eingesetzt wird. Es schafft Chaos, untergräbt das Vertrauen in Navigationssysteme und kann zur Erlangung eines strategischen Vorteils genutzt werden. Die Tatsache, dass dies auf einer der wichtigsten Ölhandelsrouten der Welt geschieht, bedeutet, dass die Auswirkungen weit über die unmittelbare Konfliktzone hinausgehen.
Die Situation bleibt äußerst instabil und das Eskalationspotenzial ist erheblich. Die Unterbrechung der GPS-Signale ist ein klares Zeichen dafür, dass der Konflikt über die konventionelle Kriegsführung hinausgeht und in eine neue Ära der elektronischen Kriegsführung eintritt.




























