Wir haben das Rad verloren. Wir haben es einfach nicht bemerkt.

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Leichtes Vergnügen überall. Warum fühlt es sich hohl an?

Es ist nicht einfacher zu fühlen geworden. Nur die Arbeit ist weg. Design-Entscheidungen. Geschäftsumzüge. Soziale Strömungen. All das zerstörte die direkte, feste Verbindung, die wir einst mit der physischen Welt hatten. Die Befriedigung ist immer noch da. Tief vergraben. Aber man muss jetzt danach graben. Die einfachen Quellen versiegten. Langsam. Heimtückisch.

Ich habe es auch vermisst. Wer nicht?

Dann fuhr ich eines Tages in meinem kleinen Volkswagen Hot Hatch nach Hause. Ein Handbuch. Schaltgetriebe. Früher waren sie überall. Günstiger in der Anschaffung. Günstiger im Betrieb. Leichter zu beheben. Im Jahr 2000 waren mehr als fünfzehn Prozent der Autos damit ausgestattet. Bis 2020 sank diese Zahl auf 2,4 %. Mercedes bringt sie weltweit um. Volkswagen hat es auch getan. Bei vielen Marken ist die letzte Bedienungsanleitung bereits verschwunden.

Die Enthusiasten schrien schon früh auf. Car and Driver startete bereits 2010 die Kampagne „Save the Manuals“. Der Philosoph Matthew Crawford schrieb über die Motorradreparatur als einen Weg zur Seelenfülle. Dann schrieb er über das Fahren selbst als einen Akt der Autonomie. Er wollte nicht nur von A nach B kommen, er wollte die Maschine spüren.

Crawford testete einen 400 PS starken Audi RS3. Voll beladen. Automatik mit Paddelschaltung. Mächtig? Sicher. Fähig? Absolut. Hat er eine Verbindung hergestellt? Nein.

Er konnte es nicht. Die Maschine war nicht mit ihm synchronisiert.

Das fühlte sich wie eine Nische an. Seltsam. Nostalgisch. Bis die EV-Ära kam.

Verbrennungsmotoren brauchen Zahnräder. Elektromotoren nicht. Die Kraft geht direkt ans Rad. Keine Kupplung. Keine Verschiebung. Überhaupt kein Schaltgetriebe. Der EV macht nicht nur den Schaltknüppel kaputt. Es zerstört die Schnittstelle.

Als ich darüber für The Atlantic schrieb, erwartete ich ein paar Nicken. Ein paar Getriebeköpfe nicken mit. Millionen Menschen schrieben zurück. Männer, Frauen, Teenager, Großeltern. Überall. Sie alle spürten das gleiche Phantomglied. Sie haben die Kontrolle verpasst.

Dann kam die Postkarte.

Grüne Limette geprägte Ecke 50 Franken. Liberté, égalité, fraternitè. Briefmarken von 1984. Seit Jahrzehnten unbenutzt. Jetzt waren sie verbraucht. Christopher hat es geschickt. In den Achtzigern war er Kammerdiener. Sein Vater fuhr Sattelschlepper. Sein Großvater fuhr in Frankreich einen Krankenwagen. Erster Weltkrieg.

Er verbogen die Karte auf meinem Schreibtisch. Habe es leicht verschmiert. Der körperliche Widerstand. Das Gewicht.

Dieses winzige Papierding verband ihn mit der Maschine, an deren Bedienung er sich erinnerte. Oder für andere Leute fahren. Der Akt des Schneidens einer Briefmarke. Leck es. Veröffentliche es. Wer macht das jetzt?

Ich habe seit Jahren keine echte Post mehr angerührt. Außer Pakete. Außer Rechnungen.

Christopher fügte sogar ein Bild eines Druckgussautos bei. Ein Ford Anglia. Eine Streichholzschachtel. Hergestellt von Lesney. Es verdeutlichte die Trennung.

Bei dem Verlust geht es nicht nur um die Ausrüstung.

Es geht darum, die Lücke zwischen Absicht und Aktion zu schließen. Dann weit öffnen. Wieder. Und noch einmal. Bis Sie nur noch ein Passagier in Ihrem eigenen Leben sind.

Denken Sie speziell an Amerika. Wir wollten Trost. Ausgedehnte Vororte. Lange Wege. Das Automatikgetriebe kam 1940 auf den Markt. Der Krieg verzögerte seine Masseneinführung. Viel Glück für uns? Vielleicht.

Als wir es wirklich nutzten, war die Leichtigkeit der Nachkriegszeit das einzige Ziel, das zählte. Klimaanlage in Autos. Drive-Ins. TV-Abendessen. Immer zwei Hände am Lenkrad. Keine Verschiebung. Keine Müdigkeit.

Europa brauchte das nicht. Die Kraftstoffkosten dort hielten die Handbücher jahrzehntelang am Leben. Kürzere Reisen. Höhere Preise. Die Mathematik begünstigte das Engagement. Oder zumindest eine Effizienz, die wie Engagement aussah.

Elektrofahrzeuge haben die Mathematik erneut verändert. Strom ist günstig zu transportieren. Günstig aufzuladen. Einfach zu verwalten. Jetzt gewinnt Leichtigkeit überall. Auch dort, wo Geld einst ein Hindernis war.

Unser Leben hat sich entmaterialisiert.

Wir reparieren die Dinge, die wir verwenden, nicht. Wir bereiten die Dinge, die wir essen, nicht vor. Wir schreiben die Notizen, die wir versenden, nicht. Die Reibung ist weg. Ebenso die Zufriedenheit.

Es ist jetzt sauberer. Es ist schneller. Es ist nahtlos.

Ist es lebendig?

Nicht wirklich.

Du hältst ein Telefon. Es gleitet in Ihrer Handfläche. Sie wissen nicht, wie sich der Bildschirm einschaltet. Sie entscheiden sich nicht dafür, das Auto zu wechseln. Du leckst nicht den Stempel. Sie wischen einfach. Schicken. Fahren.

Die Welt hat es für dich getan.

Wieder.

Und noch einmal.