BAE Systems: Wie Fusionen im britischen Verteidigungssektor einen globalen Luft- und Raumfahrtriesen hervorbrachten

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Die Geschichte von BAE Systems ist nicht nur eine Unternehmensgeschichte. Es ist eine Chronik des industriellen Überlebens, der Verstaatlichung und schließlich der Privatisierung Großbritanniens. Das 1999 gegründete Unternehmen entstand aus einer Fusion zwischen British Aerospace (BAe) und Marconi Electronic Systems. Aber die Wurzeln reichen tiefer. Viel tiefer.

BAe selbst wurde 1977 gegründet. Es entstand aus der erzwungenen Konsolidierung der British Aircraft Corporation (BAC) und Hawker Siddeley Aviation. Diese Unternehmen waren im Vorjahr verstaatlicht worden. Warum? Weil sie unrentabel waren. Die Regierung schritt ein, um den Luft- und Raumfahrtsektor am Leben zu erhalten. Durch diese Linie erbt BAE Systems das Erbe von rund 20 britischen Flugzeugherstellern. Sie können die Blutlinie bis zu Bristol, Avro, Gloster, De Havilland und Supermarine zurückverfolgen. Einige dieser Namen stammen aus den allerersten Jahrzehnten des Motorflugs.

Das Erbe verstaatlichter Riesen

In den 1960er und frühen 1970er Jahren produzierten BAC und Hawker Siddeley bedeutende Flugzeuge. Sie bauten Flugzeuge, die eine Ära prägten. BAC war für den Vickers-Armstrongs VC10 verantwortlich. Es wurden auch die BAC One-Eleven-Jetliner gebaut. Am bekanntesten ist vielleicht die Partnerschaft von BAC mit Aerospatiale aus Frankreich, um das Überschalltransportmittel Concorde zu produzieren. Allein dieses Projekt erforderte immenses Kapital und technische Koordination.

Hawker Siddeley war ebenso einflussreich. Sie entwickelten den Jetliner HS 121 Trident. Sie bauten den Vulcan-Bomber. Sie schufen auch den Harrier, den ersten praktischen Vertikal-/Kurzstart- und Landejäger (V/STOL). Der Harrier bleibt ein einzigartiges Stück Luftfahrtgeschichte. Es veränderte die Art und Weise, wie Luftunterstützung in Kampfgebieten geleistet wurde.

Privatisierung und globale Partnerschaften

Die politische Landschaft veränderte sich Ende der 1970er Jahre. 1979 trat British Aerospace dem Konsortium zur Herstellung von Flugzeugflugzeugen Airbus Industrie bei. Dieser Schritt signalisierte einen Wandel hin zur europäischen Zusammenarbeit. Es markierte auch den Anfang vom Ende des staatlich kontrollierten Modells. Anfang der 1980er Jahre wurde British Aerospace privatisiert. Die Regierung verkaufte ihren Anteil. Das Unternehmen musste von den Kräften des Marktes überleben.

Die 1990er Jahre brachten neue Herausforderungen und Chancen mit sich. British Aerospace wurde Partner im Eurofighter Typhoon-Programm. Zu diesem Vorhaben gehörten Firmen aus Deutschland, Italien und Spanien. Multinationale Verteidigungsprojekte erfordern komplexe Lieferketten und gemeinsames geistiges Eigentum. Sie sind riskant, aber für die groß angelegte Entwicklung der Luft- und Raumfahrt notwendig.

BAe schloss sich auch einem von Lockheed Martin geführten Unternehmen an. Ziel war die Entwicklung des Joint Strike Fighter. Ziel dieses Programms war die Entwicklung eines Mehrzweckkampfflugzeugs der nächsten Generation. Es war eine riskante Wette auf zukünftige Verteidigungsbedürfnisse.

Von der Fusion zum Monolithen

Durch die Fusion mit Marconi Electronic Systems im Jahr 1999 entstand BAE Systems. Marconi brachte starke Fähigkeiten in den Bereichen Elektronik und Avionik mit. BAe brachte Flugzeugbau- und Verteidigungsaufträge mit. Zusammen bildeten sie einen integrierten Hersteller von Flugzeugen, Raketen, Avionik und Marineschiffen.

Heute ist BAE Systems weltweit tätig. Es produziert Luft- und Raumfahrt- und Verteidigungsprodukte für Regierungen und kommerzielle Kunden. Das Unternehmen trägt die Last seiner Geschichte. Jeder Jet