Die Mathematik ist hartnäckig. Die Sozialversicherung muss mit einem langfristigen Finanzierungsdefizit rechnen, das nach Schätzungen von Versicherungsmathematikern die Reserven des Treuhandfonds bis zum Jahr 2035 erschöpfen wird. In diesem Fall werden die eingehenden Lohnsteuern nur etwa 75 % der geplanten Leistungen decken. Die politischen Entscheidungsträger haben ein paar Ideen umgesetzt, um das Leck zu schließen. Sie sind nicht subtil. Die Vorschläge laufen meist auf drei schwierige Entscheidungen hinaus: die Menschen länger arbeiten lassen, jetzt mehr Geld nehmen oder mehr Einkommen besteuern.
Die Ziellinie zurückschieben
Ein häufiger Vorschlag ist die Anhebung des vollen Rentenalters. Es ist kein neues Konzept. Die Regierung hat dies bereits einmal getan und das Alter für den vollen Leistungsbezug für Personen, die 1960 oder später geboren wurden, schrittweise von 65 auf 67 Jahre angehoben. Einige Ökonomen plädieren für weitere Zinserhöhungen. Die Logik ist kalt, aber unkompliziert. Die Menschen leben länger. Wenn Sie länger erwerbstätig bleiben, zahlen Sie mehr in das System ein und beziehen weniger Jahre lang Leistungen.
Dieser Ansatz hilft dem Endergebnis. Es reduziert die Gesamtauszahlungspflicht. Am härtesten trifft es jedoch Geringverdiener. Ihre Jobs sind oft körperlich anstrengend. Sie können den Ruhestand nicht ohne Weiteres bis zum Alter von 69 oder 70 Jahren hinauszögern. Für sie stellt die Zeitspanne zwischen der Beendigung der Erwerbstätigkeit und dem Erhalt der vollen Rentenansprüche eine prekäre finanzielle Klippe dar.
Erhöhung der Lohnsteuer
Der andere große Hebel ist die Lohnsteuer selbst. Derzeit zahlen Arbeitnehmer und Arbeitgeber jeweils 6,2 % ihres Lohns an die Sozialversicherung. Das summiert sich auf insgesamt 12,4 %. Einige Vorschläge schlagen vor, diesen Prozentsatz zu erhöhen. Selbst eine kleine Erhöhung – etwa 0,1 % oder 0,2 % – könnte die Zahlungsfähigkeit des Treuhandfonds um Jahre verlängern.
Das Problem hier ist die Sichtbarkeit. Die Lohnsteuer wird von Ihrem Gehaltsscheck abgebucht, bevor Sie ihn sehen. Ihre Erhöhung führt direkt zu einer Reduzierung des Take-Home-Lohns. In einer Wirtschaft, in der die Löhne für viele bereits stagnieren, stößt die Aufforderung an die Arbeitnehmer, mehr Beiträge zu leisten, auf heftigen politischen Widerstand. Auch Menschen mit mittlerem Einkommen, die nicht über genügend andere Vermögenswerte verfügen, um die Auswirkungen auszugleichen, sind überproportional davon betroffen.
Schließung der Lohnobergrenze
Hinzu kommt die steuerpflichtige Lohnobergrenze. Im Jahr 2023 unterliegen nur die ersten 160.200 US-Dollar des Einkommens der Sozialversicherungssteuer. Darüber hinausgehende Einkünfte sind für die Lohn- und Gehaltsabrechnung steuerfrei. Diese Obergrenze schafft ein riesiges Schlupfloch für Gutverdiener. Ein CEO, der 10 Millionen US-Dollar verdient, zahlt auf die ersten 160.000 US-Dollar den gleichen Sozialversicherungssteuersatz wie ein Lehrer, der 60.000 US-Dollar verdient, auf sein gesamtes Gehalt.
Die politischen Entscheidungsträger haben vorgeschlagen, diese Obergrenze anzuheben oder abzuschaffen. Würden sie den Betrag deutlich erhöhen oder ganz streichen, würde das Programm einen erheblichen Einnahmenzufluss verzeichnen. Die Reichen würden mehr bezahlen. Die Mathematik funktioniert. Die Politik nicht. Wohlhabende Spender und ihre Vertreter verteidigen die Obergrenze vehement. Sie argumentieren, dass dadurch die Haftung des Programms begrenzt wird und es sich nicht nur um eine Steuererhöhung handelt.
Die Kompromisse sind real
Jede dieser Änderungen könnte die Finanzen des Programms verbessern. Sie könnten auch die vollen Leistungen für künftige Rentner erhalten, ohne dass dramatische Leistungskürzungen erforderlich wären. Aber es gibt kein kostenloses Mittagessen.
Die Anhebung des Rentenalters schadet den körperlichen Arbeitern.
Eine Erhöhung des Steuersatzes beeinträchtigt den Cashflow der Mittelschicht.
Die Aufhebung der Obergrenze schadet den Reichen und ihren politischen Verbündeten.
Bei der Wahl geht es nicht darum, eine perfekte Lösung zu finden. Es geht darum, zu entscheiden

























